Kazdoura
Kazdoura – in umgangssprachlichem Arabisch „spazieren gehen“ – ist Programm: Diese Musik bewegt sich, entdeckt, verbindet und lädt ein, zwischen Welten zu flanieren. Entstanden in Toronto aus der Begegnung der syrischen Sängerin Leen Hamo und des libanesischen Multiinstrumentalisten John Abou Chacra, wurde aus einem spontanen Projekt schnell eine feste, eigene Klangsprache. Was als musikalisches Experiment begann, entwickelte sich zu einem der aufregendsten Acts, die arabisches Erbe mit globaler Gegenwart zusammenführen.
Im Kern liegt eine Verbindung, die zugleich vertraut und überraschend wirkt: traditionelle und zeitgenössische arabische Musik trifft auf Psychedelia, Funk und Soul. Die Songs tragen eine vintage-angehauchte Psych-Soul-Atmosphäre, in der tiefe Grooves auf schimmernde Melodien treffen. Leens Stimme – ornamentiert, kraftvoll, emotional – bleibt dabei das Zentrum: Sie singt in syrischem Arabisch und verleiht jedem Stück eine unverwechselbare Wärme und Dringlichkeit.
Das Debütalbum Ghoyoum (2025) markiert einen wichtigen Schritt und steht für einen Sound, der Nostalgie nicht konserviert, sondern weiterdenkt. Kazdoura verstehen sich als kulturelle Brücke: Sie ehren Wurzeln, ohne sie festzuschreiben – und öffnen einen Raum, in dem Tradition und Experiment nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten. Live entsteht daraus eine magnetische Mischung aus Rhythmus, Gefühl und Bewegung.



